Kumiko 0.407: Inaktive Konten werden gewarnt und dann gelöscht
Das optionale Feature tenant-inactivity schreibt den Inhabern eines ungenutzten Kontos vor einer Frist, etwa 30 und 7 Tage vorher, und stellt danach den regulären Löschantrag mit Wartezeit. Daten mit Aufbewahrungsfrist bleiben, bis die Frist abläuft.
Kostenlose Konten, die niemand mehr nutzt, enthalten trotzdem personenbezogene Daten. Sie ohne Grund zu behalten widerspricht der Datensparsamkeit, und sie ohne Vorwarnung zu löschen würde alle überraschen, die zurückkommen. Framework 0.407 bringt dafür das optionale Feature tenant-inactivity.
Eine App legt pro Tarif eine Regel fest: nach welcher Zeit ohne Aktivität ein Konto als verwaist gilt und wie weit vorher die Warnungen verschickt werden, zum Beispiel 30 und 7 Tage vor der Frist. Ein Tarif ohne Regel ist ausgenommen, zahlende Konten können also ganz außen vor bleiben. Ein täglicher Job prüft alle Konten. Die Warnmail geht an die Inhaber des Kontos, seit 0.411 auch an seine Admins, und enthält einen Link, der das Konto behält. Eine neue Anmeldung, der Link oder eine Aktivitätsquelle der App, etwa die letzte Nutzung einer anderen App desselben Kontos, startet die Frist neu.
Läuft die Frist ohne Aktivität ab, stellt das Feature denselben Löschantrag, den ein Inhaber auch selbst stellen kann. Es gilt die Wartezeit aus dem Compliance-Profil, die Löschung lässt sich also noch aufhalten. Zeilen mit Aufbewahrungsfrist werden nicht vorzeitig gelöscht: Sie werden anonymisiert und bleiben, bis ihre Frist abläuft. Erst danach ist das Konto vollständig entfernt.
Die Mails gibt es auf Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch und Italienisch. Inhaber können den Stand ihres Kontos abfragen: ob es ausgenommen ist, wann es zuletzt aktiv war, wie viele Warnungen verschickt wurden und was als Nächstes kommt.